ChatGPT & Co: Können KI-Tools die Arbeit von Texter:innen ersetzen?

Brauche ich überhaupt noch Texter:innen, wenn ein KI-Programm komplette Texte erstellen kann? Vor dieser Frage stehen nicht nur freiberufliche Texter:innen – egal ob es um Produkttexte, Werbung und PR, Journalismus oder Ghostwriting geht – sondern auch Auftraggeber:innen. Gleich vorweg: Ja. Künstliche Intelligenz kann den Menschen nicht ersetzen. Warum das so ist, wie Sie KI-Tools dennoch bei der Texterstellung unterstützen können und was Sie hinsichtlich Urheberrecht, Nutzungsrechten und anderen Risiken beachten sollten, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Künstliche Intelligenz und der Streik der Drehbuchautor:innen

Im Mai 2023 begann in den USA der Streik der Mitglieder der Gewerkschaft Writers Guild of America (WGA) - der etwa 11.500 Drehbuchautor:innen angehören. Neben der Forderung nach fairen Gehältern für die Mitglieder ist ein zentrales Thema des Streiks der Einsatz von künstlicher Intelligenz. Gerade Drehbuchautor:innen sehen ihren Beruf durch den Einsatz von KI-Tools zur Content-Erstellung gefährdet, deshalb fordert die WGA auch ein Verbot von KI bei Drehbüchern. Andernfalls befürchtet man eine Aushöhlung der Arbeitsbedingungen, der Vergütungen für das Umschreiben von Drehbüchern, der Tantiemen, der Zweitverwertungsrechte und der Stabbesetzungen.

Die Angst, dass KI-Tools wie ChatGPT bald die Arbeit von Freelancer:innen im Bereich der Texterstellung übernehmen könnten, haben allerdings nicht nur Drehbuchautor:innen. Doch kann KI wirklich die Arbeit von professionellen Texter:innen wie Journalist:innen, Werbetexter:innen, Copywriter:innen, Ghostwriter:innen und so weiter übernehmen? Wie eingangs geschrieben: Nein. Aber sie wird dennoch die Arbeitsweise von Texter:innen nachhaltig verändern - in einigen Bereichen sicher mehr als in anderen.

Künstliche Intelligenz wichtigste disruptive Technologie unter Führungskräften

Einer Gartner-Umfrage zufolge, ist künstliche Intelligenz unter CEOs aktuell die wichtigste disruptive Technologie, deren Auswirkungen auf viele Bereiche des privaten und beruflichen Lebens noch nicht absehbar sind. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es Ängste und Widerstände gegenüber der KI gibt und die Gesetzgeber kurzfristigen Handlungsbedarf zur Regulierung sehen.

 

Ersetzen KI-Tools die Arbeit freiberuflicher Texter:innen?

Es klingt erst einmal toll: Statt mir langwierige Texte für Produktbeschreibungen oder Pressemitteilungen auszudenken, lasse ich sie einfach in wenigen Minuten von Chat GPT erstellen. So spare ich als freiberufliche:r Texter:in eine Menge Zeit und kann zudem viel mehr Content erstellen, und damit auch mehr Geld verdienen. Nur: Wenn ich als Profi die Texte schon so erstellen lasse - warum sollten meine Auftraggeber:innen das nicht ebenfalls tun? Diese Frage wollen wir uns genauer anschauen.

Texterstellung mit KI: Ohne Menschen geht es nicht

Die grosse Stärke von KI-basierten Systemen besteht darin, dass sie Texte schnell und damit zeitsparend erstellen und überarbeiten können. Nur ist nicht alles, was dabei herauskommt auch richtig oder sinnvoll. Um dies kurz zu demonstrieren, ein Beispiel: ChatGPT soll eine kurze Produktbeschreibung für Erdbeermarmelade erstellen und erhält dazu folgende kurze Textanweisung:

Schreib mir eine Produktbeschreibung zu Erdbeermarmelade mit 200 Zeichen

Das Ergebnis:

„Geniessen Sie den vollmundigen Geschmack sonnengereifter Erdbeeren in unserer köstlichen Marmelade. Handverlesen und ohne künstliche Zusätze hergestellt. Der perfekte Brotaufstrich für einen fruchtigen Start in den Tag!“

Klingt erst einmal nicht schlecht, nur gibt es folgendes Problem: Die Erdbeermarmelade, um die es geht, enthält durchaus künstliche Zusätze. Wer schon einmal Produktbeschreibungen für einen Online-Shop verfasst hat, weiss: In einer solchen Beschreibung dürfen keine unwahren Behauptungen stehen, denn so etwas nimmt die Konkurrenz gerne zum Anlass für eine Abmahnung. Nehmen wir zudem an, es handelt sich um ein Bio-Produkt, etwas das natürlich auch im Text herausgestellt werden soll. Also muss die Textaufforderung (auch Prompt genannt) angepasst, relevante Merkmale und Keywords eingegeben werden und anschliessend das Ergebnis auf Richtigkeit überprüft werden.

CNET und das gescheiterte KI-Experiment

Künstliche Intelligenz gewinnt nicht nur im Bereich von Werbe- und PR-Texten zunehmend an Relevanz, sondern ebenfalls im Journalismus. Das aber auch hier die Arbeit mit KI-Programmen Grenzen hat, zeigt das Beispiel des US-Magazins CNET sehr gut: Dieses startete im November 2022 eigenen Angaben zu Folge ein Experiment, bei dem etwa 75 Artikel zu Finanz-Grundlagen für CNET Money von einer KI erstellt wurden. Das Ergebnis: Die Artikel enthielten zahlreiche Fehler. Das Magazin Futurism fasste es in einer Überschrift recht passend zusammen: CNET lässt jetzt KI Artikel für die Webseite schreiben. Das Problem? Es ist ein ziemlicher Idiot.

Tipp:

Die Grenzen von künstlicher Intelligenz liegen nicht nur im Bereich Faktentreue, sondern ebenfalls beim Datenschutz. Mit den Gefahren von KI haben wir uns in folgendem Artikel beschäftigt: Das Missbrauchspotenzial künstlicher Intelligenz

Dieses Experiment zeigt erneut, die grösste Schwäche bei der Arbeit mit künstlicher Intelligenz: Je weniger Spezifikationen und Details eine Eingabe enthält, desto erfinderischer muss das Programm, das nicht mit Fakten, sondern Wahrscheinlichkeiten arbeitet, im Zweifel werden. Das kann dann zum einen dazu führen, dass einfach Fakten ausgedacht werden und diese dann zum anderen als Basis für Begründungen und Ableitungen genutzt werden. Was herauskommt sind Fehler basierend auf Fehlern. Die Qualität von KI-generierten Texten hängt deshalb auch vorrangig von zwei Faktoren ab:

1.Wie gut und detailliert die Eingabeaufforderung ist.

2.Wie umfangreich und aktuell die Trainingsdaten zum jeweiligen Thema sind.

Das illustriert wiederum gut, warum künstliche Intelligenz ohne menschliche Anweisungen relativ dumm ist.

Journalistenverband positioniert sich zur Arbeit mit künstlicher Intelligenz

Der deutsche Journalistenverband (DJV) hat die Schwächen in der Arbeit mit künstlicher Intelligenz ebenfalls erkannt und ein Positionierungspapier zum Thema „Einsatz von KI im Journalismus“ veröffentlicht. Vom unabhängigen Verband der Schweizer Journalisten (ch-media) gibt es aktuell noch keine offizielle Äusserung zur Arbeit mit künstlicher Intelligenz. Die ersten drei Punkte aus dem Positionierungspapier des DJV fassen die Wichtigkeit der Kontrolle durch einen Menschen, wenn KI bei der Erstellung von Texten zum Einsatz kommt, im Allgemeinen aber gut zusammen:

KI ist kein Ersatz für menschliche Leistung
In diesem Punkt geht es darum, dass Programme mit künstlicher Intelligenz zwar die Art wie journalistisch gearbeitet wird, verändern können, es aber dennoch immer einer menschliche Kontrollinstanz bedarf. Das betrifft zum einen die Korrektur von Texten, zum anderen aber auch die Recherche und das damit verbundene Sammeln von Daten und Quellen.

Inhaltliche Verantwortlichkeit liegt bei den Medienhäusern

KI-generierte Texte müssen zum einen durch Journalist:innen geprüft werden, zum anderen liegt die Verantwortung für die Richtigkeit der im Text präsentierten Fakten bei den Medienhäusern. Der DJV ist daher für die Benennung von Beauftragten, die zum einen für die mit KI erstellten und publizierten Texte verantwortlich sind und zum anderen auch als Ansprechpartner:innen fungieren.

Verantwortungsbewusster Umgang mit Datenmaterial

Hierbei geht es darum, dass das erhobene Datenmaterial, das als Grundlage für die KI-generierten Texte auf Richtigkeit überprüft wird – sowohl bei der Recherche als auch der Veröffentlichung der Texte. Ausserdem fordert der DJV Medienhäuser zum Aufbau von eignen Datenbanken auf, um die Abhängigkeit von kommerziellen Big-Tech-Unternehmen zu reduzieren.

Haftungsrisiken KI-generierter Texte

Die Überprüfung von Thesen in KI-erstellten Texten ist nicht nur eine journalistische Pflicht - sie ist gerade auch für Freelancer:innen und Selbständige ein absolutes Muss! Denn: Wenn Sie beispielsweise einen Artikel für ein Magazin oder einen Firmenblog verfassen, können Sie für darin enthaltene Fehler haftbar gemacht werden. Daher sollten Sie immer verlässliche Quellen für Ihre Thesen angeben können.

Neben falschen Tatsachen kann es gerade bei journalistischen Veröffentlichungen auch vorkommen, dass Personen, Institutionen oder Unternehmen, über die in Ihrem Text berichtet wird, Ihre darin aufgestellten Behauptungen oder Thesen anfechten. Im schlimmsten Fall kann es sogar passieren, dass gegen Passagen in Ihren Texten gerichtlich vorgegangen wird. Ein aktuelles Beispiel dafür sind die Rechtsstreitigkeiten, die Till Lindemann, Frontmann der Band Rammstein, seit Juli 2023 mit verschiedenen Medienhäusern und Content Creators führt.

Haftungsrisiko Urheberrechtsverletzung

Ein grosses Fragezeigen steht nach wie vor hinter der Frage, woher KI-Programme ihre Trainingsdaten beziehen – und wie eingegebene Daten verarbeitet werden. Daher sollten Sie gerade wenn Sie komplette Textpassagen von einem Tool wie ChatGPT verfassen lassen, diese nicht nur auf Richtigkeit, sondern auch auf Originalität überprüfen. Dazu gibt es bereits gute kostenlose Tools wie PlagAware oder Scribbr.

Sichern Sie sich ab: Berufshaftpflicht für freiberufliche Texter:innen

Die Frage, ob künstliche Intelligenz demnächst Ihre Arbeit als freiberuflicher Texter:r übernehmen wird (oder kann), lässt sich eindeutig mit „Nein“ beantworten. Aber es gibt Risiken, die sich aus der Verwendung von KI ergeben und natürlich viele weitere Risiken, die Ihr Business gefährden können: Schadensersatzforderungen (z.B. wegen Rechtschreibfehlern in Werbetexten oder falsch zitierten Quellen in Artikeln) oder auch Abmahnungen, etwa wegen Rechtsverletzungen.

In diesem Fall steht Ihnen die Media-Haftpflicht über exali zur Seite. Sie sichert Freelancer:innen und Selbständige im Bereich der Texterstellung ab - egal ob Sie als Copywriter:in, Journalist:in, Blogger:in, Drehbuchautor:in, Ghostwriter:in oder Werbetexter:in arbeiten. Sogar dann, wenn alle diese Bereiche zu Ihrer Tätigkeit als Texter:in zählen. Und natürlich ist im Rahmen der offenen Berufsbilddeckung über exali bereits der Einsatz von KI und KI-Tools bei der Texterstellung mitversichert.

Die Vorteile der exali Media-Haftpflicht auf einen Blick:

  • Versicherungsschutz für leichte und grobe Fahrlässigkeit
  • Schutz im Falle von Schadenersatzforderungen Dritter wie Auftraggeber:innen oder auch, wenn Unternehmen oder Einzelpersonen Ihre Berichterstattung beanstanden
  • Schutz bei Abmahnungen und Urheberrechtsverletzungen (auch durch KI)
  • Umsatzausfälle und Verzugsschäden Ihrer Kunden und Kundinnen sind mitversichert.
  • Weltweiter Versicherungsschutz
  • Versicherungsschutz bei Cyber-Drittschäden

Sie haben Fragen zur Berufshaftpflicht bei exali? Unsere Kundenbetreuung steht Ihnen gerne telefonisch unter +41 (0) 58 255 60 00 (Erreichbarkeit: Montag bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr) zur Verfügung.

Wie KI-Tools bei der Erstellung von Texten unterstützen können

Ohne den Menschen geht es nicht - das bedeutet aber nicht, dass künstliche Intelligenz nicht auch die Arbeit von freiberuflichen Texter:innen unterstützen kann.

KI-Tools können die Qualität von Texten verbessern

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie sollen einen Text darüber verfassen, wie KI-Tools die Arbeit von freiberuflichen Texter:innen verändern werden und dabei fällt Ihnen auf, dass Sie im Text in gefühlt jedem zweiten Satz das Wort „KI-Tool“ benutzen. Hier kann ein Programm wie ChatGPT mit einem einfachen Prompt helfen: Nenne mir Alternativen für das Wort KI-Tool! Daraufhin produziert der Chatbot sofort 15 alternative Formulierungen für das Wort „Tool“, die zwar nicht alle sinnvoll oder passend für den Text sind, aber zumindest gute Anregungen für andere Wörter geben.

Einige KI-Tools können Sie bei Ihrer Arbeit als Texter:in massiv unterstützen.

 

Schnelleres Arbeiten dank künstlicher Intelligenz

Neben der Verbesserung der Textqualität können KI-basierte Tools auch freiberufliche Texter:innen bei der Erstellung von Texten unterstützen und sogar ganze Arbeiten abnehmen. Gerade Copywriter:innen kennen vermutlich das Problem, dass Produktbeschreibungen oft in verschiedenen Versionen erstellt werden müssen, um Dublicate Content zu vermeiden. Hier kann beispielsweise ChatGPT helfen, indem das Programm verschiedene Versionen eines eingestellten Textes erstellt. Aber auch wenn es um das Schreiben von Artikeln geht, kann ein Chatbot unterstützen, indem das Programm zum Beispiel einen Gliederungsvorschlag erstellt.

Wie bereits erwähnt, hängt die Unterstützung durch KI-Programme vor allem davon ab, wie detailliert die Eingabeaufforderungen (Prompts) sind. Je mehr Vorgaben das Tool erhält - etwa wie viele Punkte die Gliederung umfassen muss, was thematisch behandelt werden soll oder welche Formulierungen ausgetauscht werden können - desto höher ist die Qualität des Ergebnisses. Daher glauben viele KI-Expertinnen und Experten, dass Prompten - also das Optimieren von Textaufforderungen - in Zukunft einen wichtigen Teil des Skillsets in Contentberufen ausmachen wird.

KI-Programme zur Ideenfindung einsetzen

Künstliche Intelligenz kann zwar nicht die komplette Recherchearbeit übernehmen, aber bei der Ideenfindung helfen. Wer beispielsweise einen Text zu einem bestimmten Thema verfassen möchte, kann sich von einem Chatbot inspirieren lassen, etwa mit der Frage: „Welche Aspekte sind beim Thema XY besonders interessant?“ Auch hier gilt natürlich: Nicht alles, was ein KI-Programm liefert, ist immer passend oder sinnvoll - es bleibt dem Menschen überlassen, zu entscheiden, welche Antworten nützlich und brauchbar sind und welche nicht.

Nutzungsrechte von KI-generierten Texten

Eines der grössten Probleme im Zusammenhang mit der Nutzung von KI-Programmen für Texterstellung ist die Frage, wer das Urheberrecht an diesen hat. Denn: Urheberrecht setzt eine schöpferische Leistung voraus und künstliche Intelligenz produziert Texte – ebenso wie Bilder – basierend auf Trainingsdaten und Eingaben. Die Frage, wer am Ende die Urheberrechte und Nutzungsrechte an einem Text hat - die Person, die die Eingabe macht oder das Programm, das darauf basierend einen Text erstellt - wird derzeit weltweit heftig diskutiert. Das schweizerische Bundesgesetz über das Urheberrecht definiert schützenswerte Werke folgendermassen:

Werke sind, unabhängig von ihrem Wert oder Zweck, geistige Schöpfungen der Literatur und Kunst, die individuellen Charakter haben.

Tipp:

Mit dem Thema Urheberrecht und KI-Tools – auch hinsichtlich der Gefahr einer Urheberrechtsverletzung von KI-generierten Texten - haben wir uns auch bereits in diesem Artikel ausführlich beschäftigt: ChatGPT: Verletzen KI-basierte Texte das Urheberrecht?

Urheberrechtlich geschützt sind daher nur Texte, die von einem Menschen geschaffen wurden. Die künstliche Intelligenz ist also im Sinne des Gesetzes nicht Urheber:in – andererseits sind die Anwender:innen der KI-Programme aber auch nicht die Schöpfer:innen der Inhalte. Im Ergebnis bedeutet dies, dass KI-generierter Content nicht dem Urheberrecht unterliegt und somit in der Regel dafür keine Schutzrechte bestehen, wie dies für menschlich verfasste Texte oder Bilder der Fall wäre. Somit können freiberufliche Texter:innen den Auftraggeber:innen keine (exklusiven) Nutzungsrechte einräumen, wodurch beispielsweise Dritte diese Texte wiederum legal für eigene Zwecke verwenden dürften.

Tipp:

Als freiberufliche:r Texter:in gibt es einige Risiken – wie Urheberrechtsverletzungen, unzureichende Recherche und weitere. Die wichtigsten, haben wir in folgendem Artikel zusammengefasst: 5 Risiken, die freiberufliche Texter:innen kennen sollten

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass KI generier Content ein bestehendes Urheberrecht verletzt, beispielsweise, wenn erstellte Inhalte zu nah an den urheberrechtlich geschützten Werken sind. Das kann Abmahnungen und Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Allerdings sind die juristischen Meinungen dazu umstritten. Es fehlt derzeit noch an richtungsweisenden gerichtlichen Einzelfallentscheidungen. Da es derzeit einen grossen rechtlichen Graubereich im Umgang mit KI-generierten Texten gibt, sollten Sie als Freelancer:in Texterstellung folgende Punkte beachten:

In welchem Umfang wurde Künstliche Intelligenz eingesetzt?

Es macht einen Unterschied, ob Sie ein KI-Programm nach alternativen Wörtern oder Formulierungen suchen lassen oder ob Sie einen kompletten Text erstellen lassen. Im ersten Fall sind Sie weiterhin Urheber:in des Textes, der zweite Fall ist schwierig. Auch auf die Frage, inwieweit Sie Urheber:in bleiben, wenn Sie verschiedene Versionen eines Textes über ein KI-Tool erstellen lassen, gibt es aktuell keine eindeutige Antwort.

Abstimmung mit Auftraggeber:innen

Unsere Empfehlung, wenn Sie Künstliche Intelligenz einsetzen wollen, um vollständige Texte oder alternative Textversionen zu erstellen: Sprechen Sie das vorher mit Ihren Auftraggeber:innen ab. Wenn die Nutzung von KI-Tools für mehr als Inspiration bei Formulierungen oder Aufbau von den Auftraggeber:innen untersagt wird, halten Sie sich daran. Wir empfehlen ausserdem, diese Absprachen immer schriftlich zu treffen - so haben Sie etwas in der Hand, falls es im Nachhinein zu Streitigkeiten kommen sollte.